Programmieren nach Lehrplan 21

Der Lehrplan 21 verlangt, dass wir den Lernenden Einblicke ins Programmieren geben. Uns Lehrern bleibt also nur noch die Frage wie wir das am Besten umsetzen.

Das muss anschaulich sein, d.h. man muss sofort sehen, was man entwickelt hat. Es muss aber auch echt sein, d.h. nicht nur eine Spielerei, sondern eine Programmiersprache die auch Zukunft hat. Es kann ja durchaus sein, dass es einzelne Lernende packt und die können dann das 1x1 bis ins Berufsleben gebrauchen. Die Anleitungen und Anweisungen müssen in Deutsch sein.

Diese Bedingungen erfüllt Playgrounds. Diese Programmiersprache bietet genau das, was wir brauchen um den Lehrplan 21 umzusetzen. Kein Lehrmittelverlag könnte es besser machen. Die App findet man gratis im App-Store. Wir können spielerisch zeigen, was es heisst zu programmieren. Der Lehrplan 21 strebt auch in der Mathematik an, dass man immer wieder verschiedene Lösungswege berücksichtigt. Auch mit Plygrounds sind verschiedene Lösungswege möglich. Es ist sehr spielerisch aufgebaut, man weist Comicfiguren den Weg um Edelsteine zu suchen. Trotzdem erfährt man genau, was es heisst zu programmieren. Es werden auch die nötigen Kompetenzen gefordert wie Genauigkeit und Ausdauer und Freude am Tüfteln. Das Vorstellungsvermögen wird auch geschult, indem man sich überlegen muss, ob nun die Figur sich nach rechts oder links drehen muss. Den Anfang kann man gut mit allen Primarschülern ab 5. Klasse wie es der Lehrplan vorsieht oder Oberstufenschülern machen. Primarschüler und Oberstufenschüler können also mit der gleichen Programmiersprache Erfahrungen sammeln. Es ist nicht irgendwie zu kindisch, dass sich Oberstufenschüler zu alt fühlen würden. Irgendwann braucht es aber dann doch viel Ausdauer und Durchhaltevermögen. Also nur kurze Sequenzen, oder die Fortsetzung in ein Wahlfach nehmen und mit interessierten Schülern weiter machen. Da sind dann die Möglichkeiten nach oben offen z.B. auch mit LEGO® MINDSTORMS® EV3.

Die Lernenden bekommen einen Einblick was Programmieren ist. Ich habe immer wieder Lernende die denken, wenn unser Lehrer 16 erfolgreiche Lern-Apps programmiert hat, dann kann ich das auch. Sie sind dann sehr enttäuscht, wenn ich sage, das kann ich dir nicht einfach so schnell nach der Schule oder in der Pause zeigen. Ich brauchte auch eine wahnsinnige Ausdauer bis ich das schaffte.

Mit der App Playgrounds ist es möglich, Programmieren zu lernen, wobei – zumindest in einer ersten Phase – aus möglichen Programmierbefehlen ausgewählt werden muss, um eine Figur einen bestimmten Weg absolvieren zu lassen. Dies ähnelt schon vorhandenen Lösungen, wie zum Beispiel ScratchJr, allerdings mit dem Unterschied, dass die Befehle bei Playgrounds als Text und nicht durch Icons dargestellt werden. Dies ist ein wichtiger Vorteil, weil nichts beschönigt wird. Als Programmiersprache wird Swift genutzt, so dass hier die Anschlussfähigkeit zu einer komplexen Programmierung in späteren Schuljahren oder darüber hinaus gegeben ist. Swift und Xcode werden heute verwendet um Apps zu programmieren.

In erster Linie ist das Programmieren im Lehrplan 21, weil unsere Gesellschaft der Meinung ist, dass ein grundlegendes Wissen über Informatik wesentlich für das Verständnis unserer Welt ist und darum Teil der Allgemeinbildung sein soll. Wer nicht versteht, wie Computer funktionieren, wird die Welt immer weniger verstehen.
Dass die Schweiz das Programmieren in den Lehrplan 21 aufgenommen hat, soll wahrscheinlichaberauch den Programmierernachwuchs etwas fördern. Das steht nirgends, das ist nur meine Meinung. Ein Beispiel: Das Postauto gehört zur Schweiz wie das Matterhorn, Käse und Schoggi. AberdiePostauto-App, auch um Billete zu lösen, stammt von Hacon, einer Softwareschmiede aus Deutschland. Zweites Beispiel: Bei der App über Schweizer Kantone und Flaggen stehtimImpessum:  Mynameis Andrey Solovyev. I wasbornin 1985 in Leningrad, USSR (now St. Petersburg, Russia) and live in Seattle, Washington. I was trained as an organoid chemist but now I work on creating simple games. Aber Achtung es gibt auchdie AppiSchweiz von mir als Schweizer Lehrer schon seit 8 Jahren und die steht in der Rangliste zum Glück noch etwas weiter vorne. Weiteres Beispiel: Alle Schweizer Lehrmittelverlage zusammen habennochkeine einzige Lern-App für die Oberstufe herausgebracht. Stand 2017.


Programm gratis herunterladen: 


Kurs Programmieren gemäss LP 21

Bei Interesse an einem Kurs (iPads können zur Verfügung gestellt werden):
Andres Streiff, Medienpädagoge und Erwachsenenbildner
Gehört Programmieren zur Allgemeinbildung Argumentsammlung http://beat.doebe.li/bibliothek/f00114.html