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Fridolin Donnerstag, 28. Februar 2002 Oberstufenschule Schwanden und Umgebung: Modernste Informations und Kommunikationstechnologie (ICT)Am Schulfest am 1/2. März wird in Schwanden und der neue Computer-Raum besser
gesagt der Informations- und Kommunikatonstechnologie (ICT)-Raum eingeweiht. Mit
dem Slogan «Die Schule lebt zeigt die Kreisschule Schwanden und Umgebung, wie
sie den Schritt in die Zukunft meistert. Stolz präsentierten am letzten Dienstag, 26. Februar, die
«Computer-Verantwortlichen» Daniel Künzler (EDV-Beauftragter des Schulrates),
Andreas Streiff (ICI-Verantwortlicher) und Bernhard Hunziker (hcc,
Netstal) den neuen Informatik-Raum im Oberstufenschulhaus Schwanden. Vor
anderthalb Jahren begann die Projektierung, und seit dem Herbst ist die
Kreisschule Schwanden und Umgebung auf dem neuesten Stand der
Informatik-Technologie. Der Schwander ICI-Raum hat 16 Stationen, die
untereinander vernetzt und dem Internet angeschlossen sind. Server und einen
Beamer (Bildschirm-Projektor) stehen ebenfalls zur Verfügung. Der «Fridolin» unterhielt sich mit Andreas Streiff, ICT-Verantwortlicher der
Schule Schwanden, über den Stellenwert der Informatik in de Schule. Was bringt der neue InformatikRaum?Das Schulhaus bekommt ein Fenster zur Welt. Damit müssen Lernende und
Lehrende Erfahrungen sammeln. Der Umgang mit dem Computer hat sich zu einer
Kulturtechnik entwickelt. Computer sind in immer mehr Lebensbereichen präsent:
In der Berufswelt sind sie alltägliche Arbeitsmittel, in der Freizeit dienen sie
in verschiedenen Formen der Unterhaltung, und in der Schule werden sie zum
Lernwerkzeug. Weshalb können dies die Schüler/-innen nicht zu Hause lernen?Viele Kinder und Jugendliche haben privat Zugang zu Computern und bringen
diese Erfahrung in den Unterricht ein. Die entsprechenden Vorkenntnisse sind
jedoch sehr unterschiedlich und nur punktuell vorhanden. Dazu kommt, dass nicht
allen Kindern daheim Informationstechnologien zur Verfügung stehen. Hier kann
die Schule für Chancengleichheit sorgen, indem durch den frühzeitigen Einsatz
von Computern alle Kinder damit in Kontakt kommen. Wie bereiten Sie Schüler auf eine Zukunft vor, die niemand voraussehen kann?Natürlich wissen wir nicht, wie die ICT aussieht, wenn die heutigen
Schüler/-innen im Berufsleben stehen werden. Auf jeden Fall sind wir mit neuen
Geräten näher daran als vorher, als wir mit technischen Geräten von gestern die
Schüler von heute auf die Welt von morgen vorbereiten mussten. Ich habe dabei
ein gutes Gefühl. Wir vermitteln den Schülern nur so viel Wissen als notwendig
ist, um eine konkrete Aufgabe zu lösen. Schüler demonstrieren dies in den
Workshops am Schulfest. Es geht also um den Umgang und die Erfahrung.
Jugendliche gehen mit der Technologie viel lockerer um als wir. Auch hier gilt:
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Ich bin der Überzeugung, dass
die modernen Technologien die Begabungen junger Menschen fördern und ihnen die
Möglichkeiten bieten, ihre Fähigkeiten zu entfalten. Im Unterricht integrierte
Technologielösungen können kritisches, kreatives Denken fördern, die
Zusammenarbeit und Kommunikation fördern. Weshalb braucht eine Schule eine eigene Homepage?Die Zeiten haben sich geändert. «In» ist nicht mehr, wer ein gut frisiertes
Töffli besitzt, sondern wer ein Handy besitzt, eine E-Mail-Adresse sein eigen
nennt oder sogar über eine eigene Homepage verfügt. Im Wahlfach können
Schüler/-innen auf dem Schulweb ihre eigene Webseite kreieren.
www.glarnerschulen.ch Rubrik
Schwanden ist ein Schlüssel für unsere Schule. Wir wollen unsere Schule öffnen.
Deshalb machen wir auch das Schulfest. Unser Schulweb ist das Fundament für ein
Gebäude, an dem alle weiterbauen können und das hoffentlich nie fertig ist, weil
Bauen allen Spass macht. Zwei Schüler haben in der Projektwoche ein Lernprogramm
kreiert, mit welchem man direkt im Internet lernen kann. Wie lösen Sie die Aufgabe als ICT Verantwortlicher?Bei den hohen Investitionen ist es wichtig, dass die Geräte funktionieren. Da
bin ich froh, dass ich einen guten Support durch Bernhard Hunziker im
Hintergrund habe und dass er selbst vorbeikommt, wenn ich auch nicht mehr weiter
weiss. Wichtig ist, dass ich vor Ort meinen Lehrerkollegen helfen kann, wenn
kleine Probleme entstehen. Sie haben selbst Multimediaprogramme programmiert.Ja, über den Wald und
Menschenkunde. Das neuste ist ein Programm, mit welchem jedermann gratis im
Internet lernen kann. Ich habe ein aktuelles Thema gewählt: Vulkane:
Nyiragongo/Ätna. Es muss kein Programm heruntergeladen werden, man kann direkt
beginnen. Das Programm findet man unter
Computerunterstütztes Lernen Schwanden hat nun einen ICT-Raum mit 16 total vernetzten Stationen. Wie steht es mit den andern Schulen im Kanton Glarus?Zurzeit sieht es noch schlecht aus. Die Informatik ist im neuen Lehrplan von
der Unterstufe bis oben verankert. Die Erziehungsdirektion hat ein Konzept
erarbeitet. Ich konnte in der kantonalen Arbeitsgruppe meine Erfahrungen
einbringen. Das Konzept ist fertig. Es ist nun beim Erziehungsdirektor und muss
vom Regierungsrat und Landrat genehmigt werden. Wenn dieses Konzept angenommen
und umgesetzt wird, steht der Kanton dort, wo er als Industriekanton stehen
muss. Wo steht denn der Kanton Glarus im schweizerischen Vergleich?Als erster Kanton führte Glarus unter - Hans Bäbler 1988 die Informatik
lehrplanmässig ein. Wir hatten also eine Vorreiterrolle. Nachher überliess man
das Ganze der Eigeninitiative einzelner, und wir gerieten weit ins Abseits.
Jetzt sieht die Zukunft wieder viel besser aus. Gesamtschweizerisch können von
den 90000 Lehrkräften 15 000 die ICI im Unterricht integrieren. Wie kann der Rest überzeugt werden?Bund, Kantone und Privatfirmen wollen mit ihrer Bildungsinitiative «Schulen
im Netz» rund 30000 Lehrerinnen und Lehrer ausbilden, etwa 4000 Schulen mit
modernen Informations- und Kommunikationstechnologien aus- und aufrüsten und sie
ans Internet anschliessen. Um die Anstrengungen der Kantone zu unterstützen,
werden von Bund und Industrie je 100 Mio. Franken in die Bildung investiert.
Erst Mitte Dezember nahm das Parlamant das entsprechende Gesetz an. Hoffentlich
wird es nicht wieder durch das «Moratorium für Mehrausgaben» gestrichen. CH2l
setzt sich zum Ziel, die Schweiz an die erste Stelle im weltweiten Vergleich zu
stellen. Wie wird diese Aufgabe gelöst?Damit die Diskussion um die Einführung des Computers in der obligatorischen Schule nicht fremdbestimmt wird, müssen sich die Betroffenen (Lehrerschaft) am PC Integrationsprozess beteiligen. Ich arbeite in der nationalen Arbeitsgruppe «Volksschule» von CH2l mit. Hier
sind alles motivierte Leute aus der Industrie. In der Gruppe war ich zuerst der
einzige Lehrer. Jetzt sind wir zwei. Wenn ich jeweils nach Bern fahre, sind
meine Schwander Erfahrungen gefragt. Die Aufgabe ist nicht einfach. Es braucht
nicht nur Geld. Jede Lehrkraft muss einzeln von der Notwendigkeit überzeugt
werden. Was meinen Sie zur Behauptung des Amerikaners Clifford Stoll, Computer hätten in der Schule nichts verloren?Zur Einweihung werde ich im ICI-Raum am Freitag, 1. März, von 20.15 bis 21.15 Uhr, und am Samstag, von 14.15 bis 15.15 Uhr ein Referat mit anschliessender Diskussion über dieses Thema halten. Am besten kommen Sie gleich selbst! Mal gucken, vielen Dank für das Gespräch. kämü Link-Sammlung:http://www.glarnerschulen.ch/kreisschule.htm Neue Homepage der Kreisschule, die am Schulfest offiziell eingeweiht wird. Oberstufe, Primarschule und Kindergarten sind eingebettet. hup.//www.lernklick.ch/e-learning.htm Andreas Streiff hat ein neues Lernprogramm über ein aktuelles Thema programmiert über Vulkane: Nyiragongo/Atna. Dieses Programm ist gratis. Man kann direkt im Internet lernen und muss keine Software herunterladen. http//www.glarnerschulen/e-learning.htm Inder Projekwoche haben Schüler ein Lernprogramm Carroldiagramme
programmiert. Damit kann man direkt im Internet lernen. Das CH2l-Impulsprogramm ist eine Initiative zur Bündelung und Förderung aller
Aktivitäten und Programme, die die Schweiz in der Informations- und
Kommunikationstechnologie einen Schritt weiterbringen. Grosses Schulfest der Oberstufenschule Schwanden: «Die Schule lebt» Am Schulfest der Oberstufenschule Schwanden werden neben den ausgestellten
und vorgeführten Arbeiten, die in der vor kurzem durchgeführten Projektwoche
entstanden sind, vor allem auch das Mitmachen und Selberausprobieren im
Mittelpunkt stehen. Das Angebot umfasst: Theater, Sketches, musikalische Darbietungen, Posten zum Selbermachen, Schmöggi-Beizli, diverse Projektausstellungen, Klassenfotos von gestern bis heute (aus dem Archiv des Pulverturms), Schülerfilme aus vergangenen Jahren, Verkauf von Wohlfühl-Produkten, Festwirtschaft im Foyer vor dem Singsaal mit Verpflegung vom Grillwagen. Schülerinnen und Schüler und alle Lehrkräfte freuen sich auf viele Besucher.
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