CH21

Überblick / Oben

Die Schulen bekommen einen "Götti" aus Bund und Industrie für die Einführung der Computer auf allen Stufen.

Erster CH21-Kongress verleiht der Schweiz Impulse

Eing. Bund, Kantone und Privatfirmen wollen mit ihrer Bildungsinitiative Public Private Partnership - Schulen im Netz (PPP-SiN) rund 30'000 Lehrerinnen und Lehrer ausbilden, etwa 4000 Schulen mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) aus- und aufrüsten und sie ans Internet anschliessen. Jugendlichen aller Schulstufen und in allen Regionen der Schweiz sollen schnell und unkompliziert Zugang zu den ICT erhalten. Die Schulen sollen die Technologien im Unterricht einsetzen und ihr Potenzial nutzen.

Die Teilnehmer unterstützen aktiv Massnahmen, um die Schweiz wirtschaftlich und gesellschaftlich in der Nutzung der neuen Technologien voranzubringen - mit dem Ziel, das grosse Chancen-potenzial wahrzunehmen und der Schweiz zu einer Führungsrolle zu verhelfen. Die Charta-Unterzeichner treffen sich periodisch zu einem Kongress und stellen ausgewählte Projekte vor, die erfolgreich realisiert worden sind.

Am ersten CH21-Kongress, der am 22./23. Mai im Centre for global dialogue in Rüschlikon stattfindet, diskutieren rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die heutige Situation der Schweiz und mögliche Perspektiven in der Informations- und Kommunikationstechnologie. CH21 will damit nachhaltige Impulse vermitteln.

Glarner Referent vertreten

Neben namhaften Persönlichkeiten und Führungskräften wurde Andres Streiff Reallehrer in Schwanden eingeladen ein Referat zu halten und seine Erfahrungen weiter zu geben. Computer haben in der Schule nichts verloren, behauptet der amerikanische Computerketzer Clifford Stoll. "Was hält der Praktiker A. Streiff, Vater, Reallehrer, Lehrmittel- und Multimedia Lernprogrammautor, Lehrerweiterbildner, Informatikverantwortlicher und Hobby-Webdesigner von Stolls Thesen" war Hauptthema in seinem Referat. Interessenten können dieses Referat unter www.lernklick.ch nachlesen. Der neue mustergültige Informatikraum in Schwanden, die neue Schulhaushomepage www.glarnerschulen.ch, und die Homepage von Lernklick mit Tipps für Schüler, Lehrkräfte und Eltern konnten präsentiert werden.

Ziel

Das CH21 Impulsprogramm ist eine private Initiative und wird bereits von über 100 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Verbänden, Hochschulen, Politik und Verwaltung unterstützt. Initianten und Mitglieder bekennen sich zu einer aktiven Schweiz im digitalen Zeitalter. Durch ihre Unterstützung verpflichten sie sich - auf zwei Jahre beschränkt - interne und externe Aktivitäten zu planen und umzusetzen, die die Verbreitung der Informations- und Kommunikationstechnologien fördern und die Aus- und Weiterbildung in diesen Bereichen in der Schweiz verbessern. Die Schweiz soll in der Informations- und Kommunikationstechnologie eine Spitzenposition einnehmen bei der Aus- und Weiterbildung, im Staat (e-government), der Gesellschaft und der Wirtschaft.

Erster CH21-Kongress als Diskussionsplattform

Rund 150 Mitglieder und Interessierte - Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Staat, Hochschulen und Gesellschaft - trafen sich am 22. und 23. Mai in Rüschlikon. Am ersten CH21-Kongress diskutierten sie die heutige Situation der Schweiz in der Informations- und Kommunikationstechnologie. Mit der Darstellung von konkreten, erfolgreich realisierten Projektbeispielen aus dem In- und Ausland wurde der CH21-Kongress zu einer Plattform für spannende Impulse und Gespräche. Eines der Ziele von CH21 ist es, erfolgreiche Projekte sichtbar zu machen, engagierte Partner zusammenzubringen und Synergien zu nutzen.

Rund zwei Dutzend Referenten aus der Schweiz und dem Ausland bestritten die Referate, Workshops und Diskussionsrunden. Bundespräsident Moritz Leuenberger wandte sich per Videokonferenz an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und unterstrtrich die Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologie. Er trat dafür ein, dass der Staat und die Politik eine solche Entwicklung nicht bremsen darf. Internetprojekte dürfen nicht vom Staat unterdrückt werden. Junge Leute könnten alte Leute einführen. Der Gang ins Altersheim sei besser als in Höhlen herumzukriechen. Sture Lindmark, Chairman and President American Chambers of Commerce in Sweden, stelllte das "Silicon Valley of Sweden" näher vor und zeigte auf, wieso Schweden heute auf dem Podest der digitalen Gesellschaft den ersten Platz belegt. Der Schweizer Wissenschaftskonsul Dr. Xavier Comtesse bringt die Perspektive der USA ein. Weitere Hauptreferenten sind Prof. Dr. Walter Dettling, Leiter des Institutes für angewandte Betriebsökonomie, Initiant und Präsident der Ecademy, dem Kompetenznetzwerk der Schweizer Fachhochschulen für E-Business und E-Government. Er erläuterte, welche Möglichkeiten e-business der Schweizer Wirtschaft bietet und welche Anforderungen entstehen. Christine Beerli, Direktorin Hochschule für Technik und Architektur Biel, und Hans-Ulrich Stöckling, Präsident der Schweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz, skizzierten, wie der Aus- und Weiterbildungsbereich das Know-how der Zukunft bereitstellt, das eine digitale Gesellschaft benötigt. Dr. Thomas Held, Stiftung Zukunft Schweiz, und Dr. David Bosshart, Managing Director des Gottlieb Duttweiler Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft, beleuchten den gesellschaftlichen Aspekt der digitalen Veränderungen.

Es bleibt noch viel zu tun - die Impulse müssen weitergetragen werden

In den Workshops diskutieren Praktiker über laufende Projekte im Sinne von CH21, vom Vertreter einer fortschrittlichen Schulgemeinde bis zu einer Wegbereiterin des e-government, und vom Internet-Rechtsexperten bis zum CEO eines besonders innovativen Start-up Unternehmens. Präsentationen von Pionieren, Vertretern der nächsten Generation und Projekterfahrene konnten aktiv miterlebt werden. Auf www.ch21.ch können das gesamte Programm und die Referate eingesehen und die Präsentationen des Kongresses konnten live miterlebt werden.

Aus- und Weiterbildung

Unter allen Experten besteht Einigkeit darüber, dass bei der Weiterbildung der Lehrkräfte und bei der Bereitstellung der ICT-Infrastruktur dringender Hand-lungsbedarf besteht. Heute gibt es in der Schweiz ca. 90'000 Lehrkräfte. Davon sind etwa 15'000 so ausgebildet, dass es ihnen möglich ist, die ICT sinnvoll in den Unterricht zu integrieren. In den nächsten Jahren müssen weitere 30'000 bis 40'000 Lehrpersonen weitergebildet werden, um das Mindestziel zu erreichen. Dieses Mindestziel besteht darin, dass die Hälfte aller Lehrpersonen für die Nutzung der vielfältigen Internetdienste und Bildungssoftware, das heisst für den virtuellen Lernraum qualifiziert sein soll.

Das CH21 Impulsprogramm wurde aus der Überzeugung lanciert, dass die Schweiz ihre Position als Standort im internationalen Wettbewerb bezüglich der Informations- und Kommunikationstechnologie verbessern muss. Daran muss die ganze Schweiz mitwirken.

Wer in Zukunft bestehen will, braucht das Internet - er darf sich jedoch nicht vom Internet brauchen lassen. Die Informationstechnologien sind Werkzeuge, die sinnvoll und zielgerichtet einzusetzen sind.

Informationen für Interessenten am CH21 Impulsprogramm und Medienanfragen:

Ivan Dopplé
Geschäftsführer CH21 Impulsprogramm
058/333 81 88
idopple@ch21.ch

Impulsideen

mehr auf: www.ch21.ch 

 

Was kann ich tun als Schule/Bildungsinstitut?

bulletIch engagiere mich bei einem bestehenden Programm (z.B. "Schulen ans Netz")
bulletIch erweitere die Informatikausbildung
bulletIch biete Internet Abendkurse für Eltern an
bulletIch erweitere den Schulplan mit Praxisbeiträgen der CH21 Ambassadoren
bulletIch bilde die Lehrer gezielt aus und weiter (IT und Internet)
 
bulletIch kooperiere mit privaten IT Anbietern für Ausbildungslehrgänge (z.B. Microsoft, Oracle, IBM, Lotus, etc...)
bulletIch initiiere ein Schulportal oder Bildungsportal
bulletIch richte ein Internet-Klassenzimmer ein

In zwei Jahren einen grossen Schritt nach vorn

Wie in der CH21 Charta formuliert, handelt es sich um ein Impulsprogramm, welches auf 24 Monate begrenzt ist und per Ende 2002 endet. In einigen Bereichen zeigt es sich bereits heute, dass CH21 die Schweiz in der Informations- und Kommunikationstechnologie einen Schritt weitergebracht hat.

Aktivitäten sind voll im Gange und der Impuls hat Kugeln ins Rollen gebracht. Auch wenn der Verein CH21 per Ende Jahr aufgelöst wird, wäre es sehr wünschenswert, wenn die Arbeitsgruppen und Projektteams, die durch den Impuls angestossen wurden, weiterarbeiten würden.

Die Schwerpunkte der kommenden Monate bilden der CH21 Wettbewerb, die tatkräftige Förderung der Projektarbeit und das Verfassen eines Schlussberichtes.

 

CH21 Impuls-Preis



Die besten Projekte, die zur Verbreitung der Informationstechnologien in der Schweiz geführt haben oder führen können, sollen prämiert werden! CH21 sucht die kreativsten Ideen und Vorschläge.
Bitte tragen Sie Ihr Projekt doch gleich unter Wettbewerb auf www.ch21.ch ein und kommentieren Sie bereits aufgeführte Projekte.
(mehr)
 

 

Nachrichten/Projekte

Schweiz auf Platz 3

Im neusten "Information Society Index 2002" der Marktforschungsgesellschaft IDC ist die Schweiz neu auf Platz 3.
(mehr)


CH21 Kongress in Rüschlikon

Impulse für die Zukunft, Bestandesaufnahme der heutigen Informationsgesellschaft und Aufmunterung zu mehr Projekteinsätzen - unter diesen Leitgedanken verlief der im April durchgeführte zweitägige CH21 Kongress in Rüschlikon. Es fanden Workshops statt; daneben informierten diverse Referentinnen und Referenten die rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einerseits über den Stand in den verschiedenen CH21 Arbeitsgruppen, andererseits über aktuelle Projekte und Initiativen der Informationstechnologie. Sämtliche Referate sind abrufbar unter: www.ch21.ch.

andres.streiff@lernklick.ch