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Südostschweiz, 14. Oktober 2008 Seite 5Haben Sie gewusst, wieviel Prozent von Ennenda Wald ist? Könnten Sie genau erklären, wo welches Dorf im Hinterland liegt, in welchen Branchen die Glarner Wirtschaft Pionierleistungen bringt?
Im Internetquiz auf der Seite www.lernklick.ch können nun Interessierte das Glarnerland anhand von Bildern spielerisch kennenlernen. Was man kennt, kann man per Mausklick mit einem Schild versehen, was nicht, lässt sich erraten.
Entstanden ist das Geografie-Quiz, das der Glarner Reallehrer Andres Streiff realisiert hat, anfänglich als Teil aus einem Projekt für Computer-Lehrmittel zum kürzlich erschienenen Glarner Heimatbuch. Für diesen Teil reichte das Geld nicht mehr. Weder die Hobby-Fotografen Irene Wehrli und Daniel Müller noch er selber seien dafür bezahlt worden oder hätten Sponsorenbeiträge bekommen, sagt Streiff: «Ich hatte dann schon begonnen, fand immer wieder tolle neue Bilder, und so ist das Programm immer grösser geworden. Auch die Begeisterung der Schüler haben mich immer wieder motiviert.“
Zwar hat Streiff in erster Linie für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe programmiert, die das Lernprogramm nach seiner Beobachtung intensiv nutzten. Aber auch Erwachsene könnten sich per Mausklick mit der Landschaft und den Eigenheiten des Kantons Glarus vertraut machen. Denn: «So wird manchen erst bewusst, wie schön die Landschaft ist.» Auch als Türöffner und als Quiz für Touristen kann er sich die Bilder und Karten, Fragen und Antworten vorstellen: «Jeder darf ein Link auf die Website setzen, und gerade die Fragen über Braunwald haben mit Tourismus zu tun.» Ein Regentag im Hotel könnte so zum Erkunden der Gegend genutzt werden.
Mit den Puzzles und auf den Bildern platzierbaren Schildchen habe er Möglichkeiten genutzt, die bis vor kurzem nur auf CDs funktioniert hätten, erklärt Andres Streiff. Dabei habe er Erfahrungen aus früheren Lernprogramm-Projekten, etwa über den Wald und Menschenkunde, genutzt. «Dieses Know-how Online-Programme mit diesen Möglichkeiten zu programmieren hat sonst keiner der mir bekannt ist. Auch die Lehrmittelverlage bieten kaum Internet-Lernsoftware an.» Dabei stünden überall PCs mit Internetanschluss in den Schulzimmern und Kinderzimmern. Bereits das Projekt rund ums Heimatbuch sei eine Pionierleistung, aber trotzdem wünsche er sich mehr Investitionen der Öffentlichkeit für computergestütztes Lernen. Es sei dabei wichtig, dass die Schüler die Lernsoftware online und ohne Passwort oder Bezahlung nutzen könnten.
«Das Lernen muss spielerisch möglich sein und Spass machen», betont Streiff. Deshalb gibt es einen Modus, in dem ohne Stress gepröbelt und geübt werden kann. Wer sich dann sicher fühlt oder sich gleich testen will, der schaltet den Testmodus ein. Ausserdem kann man sich mit Tipps auf die Sprünge helfen lassen. Sonst sei der PC fast zu streng – «und er drückt auch nie ein Auge zu», schmunzelt Streiff, der 30 Jahre Lehrerfahrung und langjähriges Computer-Fachwissen zusammengebracht hat.
www.lernklick.ch
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