PC 1984

Überblick / Oben

Wie die Rechnung unten zeigt, bezahlte ich für meinen ersten PC im Jahr 1984 Fr. 16'005,. abzüglich 50 % Spezial-Schulrabatt.

Die Rechnung wurde damals mit Schreibmaschine geschrieben. Was 128KB RAM heisst, wusste ich damals noch nicht. Eine Diskette kostete Fr. 14.-. Harddisks gab es natürlich nicht. Der 9 Nadeldrucker für Fr.  2'150.- konnte man nur ein- und ausschalten. Als Betriebssystem brauchte man für Textverarbeitung CP/M und für Tabellenkalkulation bereits eine erste Version von MS-DOS. Die Grafikkarte wurde mit Fr.  1'200.- berechnet. Wie ich erst viel später herausfand, war diese gar nicht eingebaut. Im Kanton Glarus war ich wohl ziemlich alleine mit einem PC zu Hause. Mit Lotus 1-2-3 konnte man schon gut Tabellenkalkulation machen. Dabei kam diese erst 1981 überhaupt auf den Markt (Erfinder: Dan Bricklin und Bob Frankston). Die dicken Bücher waren englisch. Tastatur und Anleitung stimmte noch nicht überein. Wenn ich Noten mit dem PC zusammenzählte, durfte ich das niemandem sagen, um nicht als Spinner taxiert zu werden. Diesen PC Rainbow 100B habe ich dem Verkehrshaus Schweiz gegeben.

Rechnung mein 1. PC vor 27 Jahren. Der Schulrabatt von 50 % ist nachahmenswert der Preis von Fr. 16'000 nicht gerade.

Wer sich interessiert, kann das Gerät haben. Mit etwas Zeit würde ich das Ding noch zum Laufen bringen. 1. MS-DOS und CPM.

Ein 1. Computerspiel "Worm" führte damals in Obstalden an einem Schulfest zu einem Riesenandrang.

 

 

Prozessor:
8088 / Z80, 4,81 MHz / 4 MHz

Speicher:
128 - 896 KB RAM

Betriebssystem:
MS-DOS 2.xx / CP/M 86 / CP/M 80

Anzeige:
Text: 80x24 monochrom

Hergestellt:
1982 -
 

Digital Equipment (DEC) war vor allem als Hersteller größerer Computer wie der bekannten PDP-Serie und der VAX bekannt. Der Rainbow hat davon vor allem die ungeheuer stabile Bauart und die Wartungsfreundlichkeit geerbt. Im Inneren arbeiten gleich zwei Prozessoren, ein 8088 und ein Z80. Damit war der Rechner wahlweise zur Arbeit unter MS-DOS oder CP/M fähig und deckte damit die beiden wesentlichen Betriebssystem-Standards Anfang der 80er Jahre ab. Beide Prozessoren sind immer gleichzeitig aktiv, da sie jeweils einen Teil des Computers steuern. Deswegen dient der Prozessor, der gerade nicht das Betriebssystem ausführt, dem anderen immerhin als intelligener I/O-Baustein. Die Kommunikation erfolgt über 64 KB des Arbeitsspeichers, der von beiden gemeinsam genutzt wird.

Eine weitere Reminiszenz an den normalen Kundenkreis von DEC stellen Monitor und Tastatur dar. Diese stecken im Gehäuse des DEC VT-220 Terminals und passen optisch nicht so richtig zum Rechner. Da das klobige Gehäuse des Rainbow ohnehin nicht so recht auf den Schreibtisch passt, wurde der Rechner oft mit einer zusätzlichen Gehäuseschale geliefert, in die der komplette Rechner eingesetzt wird und über die man ihn um 90° gedreht unter den Schreibtisch stellen kann - was heute als "Towergehäuse" gang und gäbe ist.

Ausgesprochen kurios ist das eingebaute Doppel-Diskettenlaufwerk. Es enthält nur einen Antriebsmotor und ein Umlenkgetriebe für beide Antriebsspindeln. Dies führt dazu, dass die obere Diskette wie gewohnt, die untere jedoch mit dem Label nach unten eingelegt werden muss. Es war deshalb immer schwierig die Disketten richtig einzulegen. Die Disketten werden nur einseitig beschrieben und fassen jeweils 396 KB. Eine Diskette kostete damals Fr. 14.-

Quelle:

www.computergeschichte.de ist ein privates Projekt, unabhängig und werbefrei. Sie finden hier Infos über die Computergeschichte, über meine Sammlung und aktuelle Nachrichten. 
 

Erzählung von Emil Zopfi, welche ich genau nachvollziehen kann, mit dem einzigen Unterschied, dass mein Rainbow im Keller ist und nicht im Estrich.

http://www.zopfi.ch/0e/Rainbow.html 
Lieber Andres Streiff

Ach ja, der Regenbogen. Inzwischen ist auch der im Schredder gelandet, wie so viele gute alte Dinge, die einst revolutionär neu waren.

Herzliche Grüsse

Emil Zopfi

www.zopfi.ch

Also, gibt es nur noch meinen Rainbow 100
DEC Rainbow 100
Klassifizierung
 
8/16-Bit Minicomputer
Markteinführung
 
1984
Prozessor
 
Intel 8088 + Zilog Z80A
Taktung
 
4,77 MHz (8088), 4 MHz (Z80)
RAM / ROM
 
256KB / ???KB (max. 896KB RAM)
Tastatur
 
Schreibmaschine mit 81 Tasten, QWERTZ
Betriebssystem(e)
 
MS-DOS 2.05 (8088), CP/M 86 (Z80)
Massenspeicher
 
2 x 5,25" FDD mit 396KB, 10 MB HD (optional)
Grafik / Text
 
max. 800 x 240 Grafik bei max. 16 Farben, Textmodus 80 x 24
Sound
 
 
Damaliger Neupreis
 
14.000 DM (mit 2 Laufwerken und Monitor)
Verbreitung
 
gering
Bemerkungen
 
Hochinteressante Maschine aus der Zeit, in der man noch nicht wusste, ob sich MS-DOS oder CP/M 86 durchsetzen würde. Eine hardwaretechnische Besonderheit ist das Doppeldiskettenlaufwerk, das sich in einem Gehäuse befindet und nur einen Laufwerksmotor für beide Laufwerke enthält. Da zwei Laufwerksschächte vorhanden sind, konnten in die beiden Einschübe also insgesamt bis zu vier FDD's eingebaut werden. Als Zubehör gab es ein Tower-Gehäuse, in das - ohne weiteren Umbau - das Desktop-Gehäuse eingeschoben werden konnte. Sehr defektanfälliges Netzteil. Von der Verkaufszahlen her war die Rainbow ein eher ein Flop.
Zustand tech./opt.
 

Quelle:

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Computermuseum München: http://www.computermuseum-muenchen.de/computer/dec/rainbow100.html

 
 
 
 

andres.streiff@lernklick.ch